Tierschutz endet nicht an der Landesgrenze

"Hunde und Katzen gibt es doch schon genügend in Schweizer Tierheimen, warum denn noch vom Ausland holen?...." oder "Die eingeführten Auslandtiere nehmen den Schweizer Tieren den Platz weg...." Mit diesen und ähnlichen Aussagen werden wir immer wieder konfrontiert. Wir denken, dass an dieser Stelle Aufklärungsarbeit wichtig ist.

 

Warum den Auslandhunden keine Chance geben?

Die Bevölkerung in vielen, meist südlichen Ländern, ist noch sehr wenig sensibilisiert für das Elend der Tiere in ihrem Land. Wir helfen nicht dem Land, seine Probleme zu lösen, denn Tierleid wird dort nicht als Problem gesehen. Wir helfen einfach nur den Tieren.

Der Stellenwert einen Hundes in Ungarn ist anders als der, den wir selbst unseren Hunden zukommen lassen. In der Regel soll ein Hund in Ungarn einen Zweck erfüllen. Er wird meist als Wachhund oder Gebrauchshund eingesetzt und hat zu funktionieren. Wir erleben vor Ort ein Tierleid, das für jeden Tierfreund unvorstellbar ist.

Viele Hunde werden ihr Leben lang an kurzen Ketten gehalten. Meist wird den Hunden anstatt einem Halsband ein Draht oder eine Schnur um den Hals gebunden, die irgendwann in die Haut einwachsen und für den Hund unvorstellbare Schmerzen bedeuten.

Nicht jeder Hund hat das Glück, eine Hundehütte zu bekommen. Meist sind die Hunde jeder Witterung schutzlos ausgesetzt. Futter und frisches Wasser gibt es teilweise gar nicht.

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Niemals laufen, rennen oder toben....

Es gibt viele Tötungsstationen in Ungarn. Die Hunde werden in Käfigen und Aktion Kettenhund Kapo kleinZwingern "abgestellt" bis die kurze Frist für sie abgelaufen ist. Futter und Wasser ist auch da nicht zugesichert. Die Hunde müssen unvorstellbare Qualen und Angst erleiden. Das Töten der Hunde muss auch günstig sein, darf nichts kosten. Die Hunde werden meist zu tode geprügelt, vergiftet oder ertränkt.

Nur wenige Hunde haben die Chance, dieses Hunde-KZ wieder lebend zu verlassen oder von Tierschützern befreit zu werden.

All diese Tiere haben Gefühle, sie empfinden Trauer, Schmerzen und Angst. Sie können sich nicht wehren, können nicht für sich sprechen. Dazu brauchen sie unsere Hilfe, nicht nur in der Schweiz, sondern überall auf der Welt. Wenn man bedenkt, wie oft diese gequälten und misshandelten Geschöpfe uns trotzdem Vertrauen, Gehorsam, Liebe und Zuneigung entgegenbringen, ist dies beschämend. Der Transport in die Schweiz ist zumindest für einige Tiere die einzige Hoffnung auf ein Leben ohne Kette, Qualen und Zwinger.

 

Was ist mit dem Vorurteil, dass "solche Hunde" ein Leben lang ein gestörtes Verhalten an den Tag legen?

Ich kann aus eigener Erfahrung folgendes dazu sagen: Bestimmt gibt es Hunde, die von ihren Erlebnissen traumatisiert sind. Trotz (oder vielleicht wegen) der sehr harten Vergangenheit sind diese Hunde jedoch ganz tolle Zeitgenossen. Sie sind gut sozialisiert und neigen in der Regel nicht zu Aggressionen. Häufig haben sie noch niemals in ihrem Leben eine Streicheleinheit erhalten oder eine liebevolle Behandlung erlebt.

Daher sind sie sehr dankbare Wesen. Jeder Hund geht anders mit gewissen Erfahrungen um. Ich rede über meine eigenen Erfahrungen und bin der Meinung, dass jedes Tier eine Chance verdient hat.

 

Wir können nicht jedem Tier helfen...

... dennoch tragen wir unseren Teil dazu bei, einigen Tieren zu einem besseren Leben zu verhelfen.

Danke für Ihr Interesse!

Tamara TamyAbigail

Tamara

© Hundehilfe Ungarn 2014