
22.- 26. Mai 2026
Ungarnreise – Tag 1
Seit gestern früh nicht geschlafen, gefühlt 43 Liter Kaffee später und irgendwo zwischen Autobahn, Baustellenwahnsinn und kompletter Übermüdung haben wir heute unseren ersten Tag im Tierheim gemeistert.
Der Bus wurde ausgeladen, Berge von Sachen sortiert, neue Hunde fotografiert, Videos gemacht, Patenschaftsgeschenke verteilt und nebenbei schon alles für morgen vorbereitet. Und während unsere Körper längst im Energiesparmodus laufen, funktionieren die Herzen irgendwie trotzdem weiter. Zwischendurch wurde gelacht – vermutlich aus kompletter Übermüdung – aber die Realität hier holt einen trotzdem immer wieder ein. So viel Leid zu sehen, bricht einem das Herz. Und genau deshalb sind wir hier. Für die Hunde. Für jede einzelne Seele, die endlich gesehen werden soll. Unsere Ursi, die als Adoptantin mitgekommen ist, bekam heute direkt die volle Ladung Tierschutzalltag serviert. Und nein, wir reden nicht nur von der 15-Stunden-Fahrt.
Und morgen wartet schon die nächste Etappe: die Fahrt nach Nagyatád, Besuch im Tierheim und beim Lebenshof Bütyök. Natürlich ganz entspannt mit nur ungefähr zwei Stunden einfacher Fahrzeit… Schlaf wird also weiterhin komplett überbewertet. Jetzt sitzen wir hier fix und fertig, todmüde, glücklich über jeden kleinen Moment – und mit ein bisschen Palinka intus fallen wir gleich einfach nur noch ins Bett.
Ungarnreise – Tag 2, halber Tag
Unser Morgen begann heute sehr, sehr früh – denn für uns ging es weiter Richtung Nagyatád. Müde Augen, viel Kaffee und trotzdem volle Motivation, denn wir wussten, was uns heute erwartet.
Unser erster Halt war das Vereinshaus vom Tierheim in Nagyatád. Dort wurden zuerst die Sachspenden ausgeladen, sortiert und verstaut. So viele Menschen haben mit ihren Spenden geholfen – und genau das macht solche Reisen überhaupt möglich.
Danach ging es direkt weiter ins Tierheim. Neue Hunde wurden fotografiert, Videos gemacht und viele der neuen Fellnasen zum ersten Mal kennengelernt. Und jedes einzelne Schicksal geht einem unter die Haut. Hier herrscht so grosses Leid. So viele Hunde warten Tag für Tag darauf, endlich gesehen zu werden, endlich eine Familie zu finden und einfach geliebt zu werden.
Bitte schaut euch unsere Hunde aus Nagyatád auf unserer Homepage an. Dort warten so wundervolle Seelen auf ihr Zuhause – Hunde, die trotz allem noch Vertrauen schenken, obwohl sie oft nichts Schönes erlebt haben.
Heute zeigt sich Ungarn ausserdem von seiner extrem heissen Seite: 35 Grad, staubige Wege und körperlich anstrengende Arbeit. Trotzdem geben uns die vielen besonderen Begegnungen mit den Hunden jeden Tag aufs Neue Kraft. ☀️
Jetzt machen wir uns weiter auf den Weg zum Lebenshof Bütyök. Und natürlich werden wir euch auch heute Abend wieder berichten.
Ungarnreise – Tag 2, zweiter Teil
Den zweiten Teil des Tages haben unsere Mädels heute auf dem Lebenshof in Bütyök verbracht. Und dort wartete natürlich nicht etwa Ruhe auf uns… sondern gefühlt 374 Hunde, die alle gleichzeitig vor die Linse wollten.
Es wurde fotografiert, Videos wurden gedreht, Hunde wurden gekuschelt, Namen versucht zu merken und zwischendurch wahrscheinlich auch vergessen, welchen Tag wir eigentlich haben. Tierschutzalltag eben.
Die Hitze machte heute wirklich allen zu schaffen. Es war unglaublich warm, anstrengend und emotional. Aber genau diese Momente sind es, die alles wieder wettmachen. Unsere Babys und Mama Mázli endlich persönlich kennenzulernen, war einfach wunderschön.
Zu sehen, wie toll sich die Kleinen entwickelt haben und was für eine liebevolle, fürsorgliche Mama Mázli ist, hat uns mitten ins Herz getroffen. Trotz allem, was diese Hunde erleben mussten, schenken sie so viel Liebe und Vertrauen.
Unsere Mädels befinden sich jetzt zwar endlich auf dem Nachhauseweg nach Bonyhád – aber Feierabend gibt es im Tierschutz natürlich trotzdem nicht.
Denn heute Abend müssen noch alle Bilder sortiert, Videos gesichtet, Einschätzungen dokumentiert und alles vorbereitet werden. Morgen geht es nämlich schon direkt weiter nach Tamási ins Tierheim. Schlaf bleibt also weiterhin eher ein Gerücht.
Aber genau so sieht Tierschutz aus: wenig Schlaf, viel Chaos, unzählige Emotionen, schmutzige Kleidung, tausende Fotos am Handy und Herzen, die jeden Tag ein kleines bisschen voller – und gleichzeitig schwerer – werden.
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Ungarnreise – Tag 3 und somit leider auch schon unser letzter Tag
Frühmorgens ging es heute für unsere Mädels weiter ins Tierheim nach Tamási. Und natürlich wurde auch dort nicht lange gefackelt: Sachspenden ausladen, sortieren und all die wichtigen Dinge vorbeibringen, die im Tierheim dringend gebraucht werden. Besonders gefreut haben wir uns heute über unsere vier kleinen Wonneproppen-Welpen. Die Mäuse sind schon ordentlich gewachsen und einfach herzallerliebst.
Schaut sie euch unbedingt auf unserer Homepage an – vielleicht wartet genau dort euer neues Familienmitglied. Natürlich wurde auch heute wieder die komplette Tierschutz-To-do-Liste abgearbeitet: Hunde fotografieren, Videos drehen, einschätzen, dokumentieren und unzählige Kuscheleinheiten verteilen. Und wir wurden unglaublich herzlich empfangen – wie eigentlich überall hier. Die Menschen begegnen uns hier immer mit so viel Herzlichkeit und Dankbarkeit.
Und ja… auch heute durfte der obligatorische Pálinka zum Abschluss natürlich nicht fehlen. Irgendwie gehört das mittlerweile fast schon offiziell zum Tierschutzprogramm in Ungarn.
Nun sind unsere Mädels zurück im Hotel. Erst einmal kurz runterfahren, Koffer packen und vielleicht ein kleines bisschen ausruhen – bevor heute Abend die nächste grosse Aufgabe wartet: Tiere sicher verladen, alle Papiere noch einmal kontrollieren und dann heisst es endlich: ab auf die Reise ins Glück.
Für einige Tiere beginnt heute ihr neues Leben.
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Ankunft in der Schweiz
Unsere Mädels sind mittlerweile gut, aber wirklich sehr, sehr müde wieder in der Schweiz angekommen. Hinter ihnen liegen intensive Tage voller Emotionen, Hitze, wenig Schlaf, unzähliger Kilometer und ganz viel Tierschutzarbeit. Umso glücklicher sind wir, dass alles reibungslos funktioniert hat und alle Tiere sicher angekommen sind.
Die Übergaben unserer Glücksfelle sind bereits erfolgt. 7 Hunde durften auf Pflegestellen ziehen. 5 Katzen ebenfalls auf Pflegestellen. 5 Hunde durften direkt in ihre Familien reisen. Und auch 2 Katzen haben direkt ihr Zuhause gefunden. Für diese Tiere beginnt jetzt endlich ein neues Kapitel – mit Liebe, Sicherheit und hoffentlich ganz vielen glücklichen Momenten.
Wir wünschen allen Adoptanten eine wunderschöne Kennenlernzeit voller Geduld, Ruhe und Verständnis. Gebt euren Hunden und Katzen die Zeit, die sie brauchen, um anzukommen. Für sie verändert sich gerade ihre komplette Welt.
Aber natürlich war nach den Übergaben für unser Team noch lange nicht Feierabend. Danach ging es weiter nach Basel, wo der Bus und alle Boxen gründlich gereinigt wurden, alles verräumt und wieder an seinen Platz kam. Tierschutz endet eben nicht mit der Ankunft – auch wenn man sich eigentlich nur noch ins Bett fallen lassen möchte. Jetzt wünschen wir unserer Crew von Herzen eine gute und vor allem erholsame Zeit. Ihr habt Grossartiges geleistet.
Und zum Schluss bleibt uns einfach nur DANKE zu sagen: Danke fürs Mitfiebern, Mitlesen, Kommentieren, jedes Like und jedes Teilen. Danke an alle Unterstützer, Helfer, Pflegestellen und Adoptanten. Ohne euch wären solche Transporte und zweite Chancen nicht möglich.
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