
Mesi

-
GeschlechtHündin
-
RasseMischling
-
Geburtsdatum ca.26.02.2022
-
Grössemittel-gross
-
AufenthaltsortTierheim Bonyhad
-
seit DatumDezember 2023
-
BemerkungenDNA Test auf Anfrage / Chip endet auf 478
Update März 2026:
Mit unseren "Friedhofshunden" wurde in den letzten Monaten gemeinsam mit einer professionellen Hundetrainerin fleißig und intensiv trainiert. Eine Arbeit, die wahnsinnig viel Geduld, ein sanftes Händchen, einen eisernen Willen und unendlich viel Einfühlungsvermögen verlangt.
Unsere Hundetrainerin berichtet begeistert über Mesi:
Mesi ist eine echte Kämpferin. Anfangs konnten wir sie überhaupt nicht berühren. Mesi interessierte sich zwar für Menschen, ließ aber keinen Kontakt zu. Mit Hilfe einer künstlichen Hand hat sie gelernt, Berührungen zu tolerieren, und später konnte man sie sogar vorsichtig mit der eigenen Hand anfassen. Die Gewöhnung an die Leine war ein echter Kampf. Stoffleinen zerbiss sie in wenigen Augenblicken, sie warf sich zu Boden und versuchte zu fliehen. Viel Übung innerhalb des Zwingers hat sich jedoch ausgezahlt. Als Mesi schließlich merkte, dass sich durch die Leine die Welt für sie öffnet, begann sie wunderschön zu laufen. Heute wartet sie regelrecht auf die Spaziergänge und liebt sie. Am einfachsten lässt sich die Leine derzeit noch in ihrer Hütte anlegen, da dies ihre Sicherheitszone ist. Wenn man sie ruft, kommt sie aber sofort. Leckerlis nimmt sie mal an, mal nicht, dass entscheidet sie jeden Tag neu. Streicheleinheiten meidet sie inzwischen auch nicht mehr und lässt sie zu. In einem ruhigen Umfeld würde sie sich schnell weiterentwickeln und noch mehr Vertrauen zu Menschen aufbauen.
Trotz der großartigen Fortschritte möchten wir darauf hinweisen, dass wir weiterhin hundeerfahrene Menschen suchen, die mit unseren Friedhofshunden konsequent weitertrainieren. Die Entwicklung ist wunderbar, doch damit diese stabil bleibt, ist es wichtig, durch klare Strukturen, Geduld und kontinuierliches Training zu verhindern, dass die Hunde in ihr altes Verhaltensmuster zurückfallen.
Dezember 2023:
Mesi gehört mit Kajli, Balu, Toni, Kormi, Blacky und Lara zu den sogenannten „Friedhofshunden“. Wir haben bereits ausführlich über die Vergangenheit der Friedhofshunde berichtet, die von Vernachlässigung, Misshandlungen und fehlendem menschlichen Kontakten geprägt war. Entsprechend traumatisiert zeigen sich diese Hunde bei uns in der Station auch. Sie sind extrem verängstigt, scheuen menschliche Nähe und fühlen sich schnell überfordert. Für diese sensiblen Seelen ist Vertrauen keine Selbstverständlichkeit und es muss mit Geduld, Respekt und viel Zeit aufgebaut werden. Ein normales Hundeleben, wie viele es kennen mit Spaziergängen, Streicheleinheiten und fröhlichem Spiel ist für unsere verbleibenden Friedhofshunde zunächst nicht möglich. Sie können nicht an der Leine laufen, zeigen Fluchtverhalten und brauchen deshalb unbedingt einen ausbruchsicheren Garten, in dem sie sich sicher und gesichert bewegen können. Spaziergänge sind anfänglich nicht möglich und es kann Monate dauern, bis diese Hunde bereit sind auch nur eine Pfote vor die Tür zu setzen. Daher suchen wir sehr erfahrene Menschen, die sich mit Angsthunden auskennen, ihre Körpersprache lesen können und nicht erwarten, dass der Hund sofort Nähe zulässt. Auch eine erfahrene Pflegestelle wäre eine wertvolle Hilfe; vorausgesetzt, die Pflegestelle bietet ein ruhiges, strukturiertes Umfeld ohne Stress und Hektik. Im Tierheim können diese Hunde kaum Fortschritte machen. Der Lärm, das ständige Kommen und Gehen und die Reizüberflutung machen eine behutsame Sozialisierung nahezu unmöglich. Was sie brauchen, ist ein ruhiger, sicherer Ort, idealerweise mit einem souveränen Ersthund, an dem sie sich orientieren können. Hunde lernen viel voneinander, und ein sicherer Hund an ihrer Seite kann ihnen helfen, Schritt für Schritt Vertrauen zu fassen. Wer sich dieser Aufgabe stellen möchte, übernimmt eine große Verantwortung, aber auch die Chance, einem tief verletzten Lebewesen ein neues Leben zu schenken. Nicht durch Druck, sondern durch Geduld, Ruhe und Herz.
-
Schutzgebühr750.- inkl. BLV-Einfuhrbewilligung Stummelrute und Registrierungsgebühren AMICUS









