
Balu

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GeschlechtRüde
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RasseMischling
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Geburtsdatum ca.03.03.2021
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Grössemittel
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AufenthaltsortTierheim Bonyhad
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seit DatumMärz 2024
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Bemerkungenzu vermitteln
Update März 2026:
Mit unseren "Friedhofshunden" wurde in den letzten Monaten gemeinsam mit einer professionellen Hundetrainerin fleißig und intensiv trainiert. Eine Arbeit, die wahnsinnig viel Geduld, ein sanftes Händchen, einen eisernen Willen und unendlich viel Einfühlungsvermögen verlangt.
Was hat die Hundetrainerin über Balu zu berichten?
Balu zeigt gerne, dass er sein Territorium verteidigt. In Wirklichkeit entsteht dieses Verhalten jedoch aus Unsicherheit. Zurzeit befindet er sich noch in einer frühen Phase seiner Entwicklung. Die Leine kann mit Geduld angelegt werden, allerdings ausschließlich in seiner Hundehütte, was zurzeit noch mit viel Stress für ihn verbunden ist. Balu bewegt er sich relativ sicher entlang seiner Sicherheitsrouten, je größer aber der Raum für ihn wird, desto unsicherer wird er und erstarrt schließlich. In der Gruppe entspannt er sich beim Spaziergang, aber er braucht immer wieder kleine Pausen. Menschen nähert er sich zwar offensiv, sein Ziel ist jedoch nicht zu beißen, sondern den Menschen auf Distanz zu halten bzw. zu vertreiben. Balu benötigt daher noch einige weitere Trainingseinheiten, um auf das Level der anderen Hunde zu kommen. Am besten könnte er sich wahrscheinlich in einer kleineren, stressarmen Umgebung entwickeln, idealerweise neben einem sozial stabilen Hund. Durch soziales Lernen könnte er positive Verhaltensmuster übernehmen und damit seine derzeit gefestigten Reaktionen in bestimmten Situationen nach und nach ersetzen. Regelmäßiges Training, das mit festen Routinen verbunden ist, wird mit der Zeit auch bei ihm Fortschritte und Erfolge bringen.
März 2024:
Balu gehört mit Kajli, Lara, Toni, Kormi, Blacky und Mesi zu den sogenannten „Friedhofshunden“. Wir haben bereits ausführlich über die Vergangenheit der Friedhofshunde berichtet, die von Vernachlässigung, Misshandlungen und fehlendem menschlichen Kontakten geprägt war. Entsprechend traumatisiert zeigen sich diese Hunde bei uns in der Station auch. Sie sind extrem verängstigt, scheuen menschliche Nähe und fühlen sich schnell überfordert. Für diese sensiblen Seelen ist Vertrauen keine Selbstverständlichkeit und es muss mit Geduld, Respekt und viel Zeit aufgebaut werden. Ein normales Hundeleben, wie viele es kennen mit Spaziergängen, Streicheleinheiten und fröhlichem Spiel ist für unsere verbleibenden Friedhofshunde zunächst nicht möglich. Sie können nicht an der Leine laufen, zeigen Fluchtverhalten und brauchen deshalb unbedingt einen ausbruchsicheren Garten, in dem sie sich sicher und gesichert bewegen können. Spaziergänge sind anfänglich nicht möglich und es kann Monate dauern, bis diese Hunde bereit sind auch nur eine Pfote vor die Tür zu setzen. Daher suchen wir sehr erfahrene Menschen, die sich mit Angsthunden auskennen, ihre Körpersprache lesen können und nicht erwarten, dass der Hund sofort Nähe zulässt. Auch eine erfahrene Pflegestelle wäre eine wertvolle Hilfe; vorausgesetzt, die Pflegestelle bietet ein ruhiges, strukturiertes Umfeld ohne Stress und Hektik. Im Tierheim können diese Hunde kaum Fortschritte machen. Der Lärm, das ständige Kommen und Gehen und die Reizüberflutung machen eine behutsame Sozialisierung nahezu unmöglich. Was sie brauchen, ist ein ruhiger, sicherer Ort, idealerweise mit einem souveränen Ersthund, an dem sie sich orientieren können. Hunde lernen viel voneinander, und ein sicherer Hund an ihrer Seite kann ihnen helfen, Schritt für Schritt Vertrauen zu fassen. Wer sich dieser Aufgabe stellen möchte, übernimmt eine große Verantwortung, aber auch die Chance, einem tief verletzten Lebewesen ein neues Leben zu schenken. Nicht durch Druck, sondern durch Geduld, Ruhe und Herz.
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Schutzgebühr750.- inkl. BLV-Einfuhrbewilligung Stummelrute und Registrierungsgebühren AMICUS






